Wir brachen zeitig auf, um zum Bahnhof zu fahren. Ein bisschen verrückt sind wir schon, einmal quer durch Aserbaidschan, nur wegen eines wunderschönen Bauwerks. Der Zug war brechend voll. Dadurch, dass wir durch Überschwemmungsgebiete der letzten Regentage fuhren, brauchten wir für 60 Kilometer ganze zwei Stunden. Eigentlich sollte die gesamte Fahrt über 300 Kilometer nur dreieinhalb Stunden dauern. Wir hatten zwischendurch das Gefühl, überhaupt nicht mehr anzukommen.
Auch heute hat es wieder geschüttet. So sehr, dass man bis mittags keinen Fuß vor die Tür setzen konnte. Erstaunlich, welche Skills die Einheimischen entwickelt haben, um bei diesem Wind ihren Schirm überhaupt noch aufrechtzuhalten. Wir hatten zu tun, uns einfach nur auf dem rutschigen Gehweg zu halten.
Das Wetter in Baku meint es einfach nicht gut mit uns. Heute konnten wir das Hotel erst um 10:30 Uhr verlassen. Draußen regnet es in Strömen, Böen peitschen durch die Straßen, 13 Grad Celsius und es schüttete unaufhörlich.