Montag, 3. August 2015

Odyssee durch Malaysia...


Heute waren wir wieder zusammen frühstücken und haben uns dann mit dem Taxi zu einem Wasserfall bringen lassen. War das schön. Kaum Menschen weit und breit, Dschungel, exotische Tiere und das klare Gebirgswasser.








Ein kurzer Aufstieg führte vorbei an Bambus, Palmen und anderen Pflanzen des Regenwaldes. Wir haben sogar einen kleinen Skorpion gesehen und ganz viele Eidechsen. Oben am Wasserfall war es toll. Das Wasser war glasklar und schön kühl. Zurück in der Zivilisation hatte ich bemerkt, dass es sich ein Blutegel auf meinem Fuß bequem gemacht hat. Ehe das mal aufhört zu bluten.




Auf dem Rückweg machten wir Halt am schwarzen Strand der Insel, der nur hier in dunklen Sand vorkommt. Zurück ging es immer wieder durch Kautschukplantagen. Affen sahsen am Straßenrand und aßen Früchte. Als wir zurück waren, sind wir noch Mittagessen gegangen. Mir blieb ja nicht mehr viel Zeit. Ich musste noch Sachen packen. Der Abschied von den beiden fiel heute besonders schwer. Nun werden wir uns definitiv auf malaiischen Boden nicht mehr wiedersehen.

Kautschuk 

Der Übeltäter


Um 14.30 Uhr holte mich jemand vorm Hotel ab und brachte mich in einem Kleinbus nach Kuah in die Hauptstadt der Insel, an den Fähranleger. Hier musste ich noch 1h warten, bis die Fähre nach Kuala Perlis ablegte. Die Fähre war nicht unbedingt sehr voll mit Menschen, aber voll mit Paketen und Einkaufstaschen. Ist ja auch einfach, wenn man billigen Alkohol braucht. In die Fähre für 4€ und in einer Stunde ist man da.

Tioman Island 











In Kuala Perlis angekommen, hatte ich eine weitere Stunde Aufenthalt. Um 18.30 Uhr ging meine längste Etappe des Tages los. 10 h an die Ostküste Malaysias, nach Mersing. Auf was ich mich hier eingelassen habe mit meiner Busfahrt durchs ganze Land, fragte ich mich bereits in den ersten Minuten, als mir ein junger Kerl sagte, dass man hier noch den Bus wechseln müsste. Bloß gut kann man sich mit dem Busfahrer gut verständigen um alles zu erfragen. Und 10h würden wir nicht nur brauchen meinte er.


Meine Hütte 
In Alor Setar angekommen war eine erneute Pause von 1 h nötig. Dann stieg ich in einen schicken Doppeldeckerbus, der mich direkt nach Mersing bringen sollte. Aber von wegen, die gesamte Busfahrt dauert 10h, was man mir in Langkawi mitteilte,  ab hier waren es noch 12h und seit 2h war ich bereits unterwegs mit dem anderen Bus.





Meine Terrasse 







Alle 2-3 h machten wir eine ewig lange Pause. Die Zeit schwand dahin. Das ich die erste der drei Fähren nicht mehr bekam wusste ich schon lange. Wir schlichen nur noch die Straße entlang. Ich weiß nicht, was das sollte. Nach einem Gespräch mit einem Malaien wusste ich es. Der Bus ist kaputt. Prima! Es ging nichts mehr. Man sagte, es wird ein anderer geschickt. Und immer wieder das dieser unterwegs sei. Ich war nicht die einzige, die zur Fähre wollte. Einer rief schon an, wann nun genau die letzte Fähre fährt und dies war noch eine Stunde früher wie erwartet. Nach geschlagen 3 h kam endlich ein anderer Bus.

Nun ging es endlich weiter nach Kluang. Dort hätten wir eigentlich in einen anderen Bus steigen müssen um nach Mersing zum Fähranleger zu kommen. Aber bloß gut, es war ein Einheimischer der Insel, der auch nur einen Tag auf die Insel zu einer Hochzeit wollte. So wollten wir uns eigentlich ein Taxi von Kluang nach Mersing nehmen. Aber da stellte sich heraus, dass eben ein Bus kommt, der uns nach Mersing bringt und dieser soll vor 13 Uhr ankommen. Ich wollte mich nicht drauf verlassen, aber das Taxi alleine hätte zuviel Geld gekostet.


10 min vor 13 Uhr waren wir dann endlich in Mersing nach fast 24 h. Wir teilen uns ein Taxi mit 6 Mann und waren noch pünktlich 15 min vor Abfahrt da. Ist das kompliziert hier. Erst kauft man ein Ticket. Dann muss man sich wieder anstellen um einen Boarding Pass zu bekommen und dann wieder anstellen um den Nationalpark Eintritt zu bezahlen.




Natürlich hatte war die Abfahrt wieder mit Verspätung. Die Fährfirma ist im Internet sehr berüchtigt, dass nichts klappt, man nicht ab Bord kommt und sie sich meist nie an Anfahrtszeiten hält. Aber bloß gut, bis jetzt alles gut. Und für den Rückweg nehme ich die erste so hab ich genug Luft bis mein Bus 13.30 Uhr nach Singapur fährt.




Endlich,  15.45 Uhr, nach 25 h habe ich mein Ziel erreicht -  Tioman Island, im Südchinesischem Meer. Meine Füße sind in der Zwischenzeit zu Klumpen geschwollen. Das hab ich auch noch nicht erlebt. Angekommen war erstmal fast ein Kilometer Fußmarsch angesagt. Der Ort ist winzig, obwohl es hier auch eine Schule gibt. Naja warum auch nicht. 1000 Einwohner hat die Insel. In den Bäumen hängen überall Flughunde und Geckos krappeln über die Straße.

Wie schon aus dem Internet zu erkennen war, ist das hier eine traumhafte Unterkunft. Holzhütte, direkt am Strand.... Toll! Als erstes habe ich mich in die Fluten gestürzt und meine Schnorchelausrüstung probiert. Hier ist nämlich ein winziges Korallenriff vorgelagert. Was es da so für Fische gibt?!  Große bunte, die aussehen wie ein Regenbogen und Fische, die bei Nemo mitspielen.



Mittagsschlaf 








Als nächstes holte ich mir ein Fahrrad, um hier wenigstens etwas mobil zu sein. Viel gibt es hier nicht. So werde ich morgen eine kleine Inselrundfahrt machen. Als ich vom Essen zurück kam, offerierte man mir, das ich laut meiner Buchung vor einem halben Jahr, einen Tag zu spät angereist bin. Mist, wie konnte mir das nur passieren? Da alles voll ist, kann ich mir morgen was anderes suchen, hab wieder Geld in Sand gesetzt und muss meine schöne Hütte verlassen. Aber noch genieße ich die Zeit bei einem Tiger Bier in meiner Hängematte am Meer.










Aber als ich dies alles zu meinem Blog zusammen fügen wollte, ging zu allem Überfluss das Internet nicht mehr. Was für ein verrückter Tag! 

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