Sonntag, 14. Juli 2013

Geteiltes Leid, ist halbes Leid oder: durch den Monsun



Dank dem Jetlag und dem Hinterhof Fenster haben wir heute, oh Schreck, bis 10.30 Uhr gepennt. Aber wie eine V1 gings dann im Eiltempo aus der Koje. Frühstück! Oje, ich kann jetzt schon keine Peking Ente mehr sehen. Wie wärs mit Vollkornbrötchen und Marmelade? Vergiss es. Außer Ente, Reis und Nudeln hat es hier nichts zum Frühstück. Also am besten drauf verzichten. 


Kowloon Park




Als erstes sollte uns unser Tag nach Mongkok führen, dort wo es zig kleine Läden und Straßenmärkte gibt. Hier wohnen 130.000 Menschen auf dem km². Und so war es auch – stickig, laut und wahnsinnig warm. 31 Grad und Luftfeuchtigkeit von 80% machen dermaßen zu schaffen. 1 Schritt und man fühlt sich von einem Wassereimer überschüttet, aber bloß gut – man gewöhnt sich schnell an das Klima.
An was man sich natürlich schlecht gewöhnen kann ist die Luftverpestung. Dann sollen die Chinesen noch mal bei uns in einer Großstadt Mundschutz tragen. Da lach ich ja drüber. Hier denkst du, du nuckelst an einem Auspuffrohr.



Nach 2h mussten wir erst mal die Zelte abbrechen und 5min Pause auf unseren 10m² machen: Menschen strengen an und 8 Millionen noch mehr. Haben uns dann in den Kowloon Park verzogen. Eine Oase der Ruhe. Überall wird gepicknickt und der Sonntag im ruhigen Park gechillt. Im Park gibt es auch ein riesiges Schwimmbad, das voll mit kleinen Hongkong Kindern im Neoprenanzug war. Zu was die bei der Hitze noch so einen Anzug tragen?  Die Kung Fu Schule hat Vorführungen gemacht, wo die Verrückten durch die Gegend gesprungen sind und sich Schwerter um den Hals gedreht haben.   





Weiter führte uns unserer Weg an die Spitze von Kowloon, zum Victoria Harbour mit Blick auf die Skyline von Hongkong Island. Ein Wolkenkratzer höher wie der andere. Auf der Avenue of the Stars sind wie auf dem Walk of Fame Sterne mit Handabdrücken chinesischer Superstars eingelassen. Auch Jackie Shan und Bruce Lee sind da zu finden.














Nach einer Aufzug Fahrt von 60 Sekunden waren wir auf 393 Metern Höhe, auf dem Sky 100, der höchsten Aussichtsplattform auf dem höchsten Gebäude von Hongkong und das  6. höchste der Welt, das ICC. Von hier oben hat man erst einmal die genauen Ausmaße der „Stadt“ zu sehen bekommen. Hongkong ist nicht nur eine Stadt. Hongkong ist mehr. Über 260 Inseln sind um Kowloon, dem alten Stadtteil und Hongkong Island verteilt, im Chinesischen Meer.





Auf unserem Abendprogramm stand der Victoria Harbour mit seiner allabendlichen Show, dem Symphony of Lights, wenn die Skyline in einer riesigen Lasershow erleuchtet. Hunderte Menschen waren am Hafen und wir hatten eine tolle Aussicht mit Sitzplatz am Kay. Noch 1 Minute dann sollte es losgehen. Auf einmal verschwanden die Wolkenkratzer und mit ihnen hunderte Menschen, die halb um ihr Leben rannten. MONSUN ! Regen, von jetzt auf gleich – in 30 Sekunden von 0 auf 100 LITER ! Bei meiner Körpergröße von 1,60m hatte ich bloß gut auch etwas Platz unter den vielen Schirmen, die aber nicht wirklich halfen. 





Schlittschuh fahren bei über 30 Grad

Bei wieder einigermaßen klarem Himmel trauten wir uns aus dem Schirm Wirr-Warr und gingen auf den Temple Street Night Market. Ein Nachtmarkt voll mit chinesischen Ramsch und eine Garküche nach der anderen. Das ist authentisches Feeling. Nachdem es wieder zu schütten begann, haben wir einfach auf den Plastehockern Platz genommen und uns von der Küchenfrau in Gummistiefeln etwas zu essen kommen lassen. Gott sei Dank hatte man keinen Einblick in die Zubereitung der Speisen. Die gebackene Gans kam zumindest aus dem Schaufenster neben an. Eigentlich hatten wir mit dem Frosch-Menü geliebäugelt, es dann aber doch auf etwas anderes abgesehen. Viel Kurioses, außer Hühnerbeine und Getrocknetes haben wir bisher nicht gesehen. Aber komisch ist schon, dass es hier keinen einzigen Hund auf den Straßen gibt…..



unsere abendliche Location
ein Tag Hongkong Luft
Waschtag




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