Donnerstag, 3. Juli 2014

Straßenschlacht auf dem Glacier Parkway und der Sieger - ein Bär ...

Heute morgen sind wir erst wesentlich später los gemacht, da dieser Ausblick und die Stille im Wald so schön war und man hier ziemlich gut schlief.











Hier wussten wir noch nicht, was uns die nächsten Minuten erwarten würde und an welchem Schauspiel wir teilhaben dürfen. Zu meiner Freude führte die erste Tour nochmal durch einen anderen Weg des Glacier Nationalparks, entlang des Flathead Rivers.

Murphy Lake 
Wir kamen um eine Kurve gefahren und er stand da - ein Bär. Lief in einer Seelenruhe die Straße entlang. Ein Mann kam gleich zu uns und meinte wir sollten Abstand halten, er funkt gerade zu den Rangern. So tuckerten wir dem Bären hinterher, der ab und zu links und rechts auf die Wiese ging und wieder zurück tapste.







Jetzt kamen die Parkranger mit einem großen Jeep, hielten kurz bei dem Mann und rasten auf den Bären zu. Außerdem schalteten sie ihre laute Sirene auf dem Dach an und wollten den Bären von der Straße verjagen.

Dieser rannte auch kurz Richtung Wald, war aber sofort wieder auf der Straße. Die Sirene heulte lauter, aber es interessierte ihn nicht. Nun stieg ein Ranger mit einem Gewehr aus und Schuss ! Mir kamen die Tränen.












Keine Angst, es war nur ein Gummigeschoss und dies hier findet nur statt um den Bären zu schützen und  der Straße fern zu halten. Der rannte wieder Richtung Wald und die Ranger zogen ab und kamen zu uns gefahren: "It`s safe now !" (jetzt ist es sicher) und zeigten uns das Geschoss was das Bärchen abbekommen hatte.

Kaum haben sie ihren Rücken gedreht und sind davon gefahren, war er wieder da und zeigte denen den Mittelfinger. Wir machten nun auch endlich los und werden diesen Augenblick wohl so schnell nie vergessen.











Weiter ging unsere Fahrt in den nordöstlichsten Rand von Montana, vorbei an vielen kleinen idyllischen Seen. Heute waren wir wieder mal sehr froh über unseren Jeep. 30km weiter sollte die Strecke über die Straße sein und so fuhren wir eben den Schotterweg im Nationalpark - Wildnis pur !

Whitefish 
Der weitere Weg ging ca. 100km entlang des Kootenai Rivers. Was für ein Naturschauspiel. Steile Felswände, Wald und dieser türkisblaue Fluss. Am frühen Nachmittag sind wir in Libby angekommen, die einzige Stadt in großen Kootenai National Forest.




Nach einer kleinen Pause machten wir einen Ausflug zu der Swinging Bridge, die schwingende Brücke. Hierzu machte man einen 20 minütigen Fußmarsch im Wald, mitten im Bärenland. Mir war schon wieder bange. Aber alles ging gut und wir kamen bei er wackligen Holzkonstruktion an, die über die Stromschnellen des Flusses führten. Und ja, ich habe mir getraut. 30 Meter über den Abgrund war aber auch noch ziemlich ok, obwohl in der Mitte eine Niete, eines Brettes locker war. Aaaah.

Von dort oben hatte man einen wahnsinnigen Ausblick. Am anderen Ende angekommen, empfang und ein Weißwedelhirsch und war so zahm. Er rückte kaum von der Stelle und ließ sich anscheinend gern fotografieren. Es war so unwirklich, wie im Paradies.




Gesamtzahl der Seitenaufrufe