Mittwoch, 18. Oktober 2017

Mit Sangria über den Dächern der Stadt...

Superstau
Heute Morgen waren wir wie immer zeitig munter. Der erste Weg führte raus auf den Plaça Reial. Es war bereits 7:30 Uhr und noch stockfinster. Überall wurde geputzt, Müll aufgelesen und Tische gerückt. Nebenbei rannten dubiose Menschen rum, die einem Gras verkaufen wollten.

Wie sollen die so laufen können? 

alte Stierkampfarena 

Ich habe mich zu einer Citybus Tour überreden lassen, was ich eigentlich nicht mag, weil ich lieber laufe. Aber ehrlich: es ist jetzt nicht schlecht. Man kann sehr gut Fotos machen. Das einzige Problem war Barcelonas Superstau. Aufgrund der Demonstrationen für oder gegen Kataloniens Unabhängigkeit war die große Avinguda Diagonal dicht und alles schlängelte sich durch die Seitenstraßen.
Casa Batllo 

Catalunya Museum of Art 

Trotzdem konnte man sich einen Überblick über den Stadtkern verschaffen. In 2,5 h waren wir eine Runde rum und stiegen im Stadtteil Exaimple aus. Dies ist eigentlich eine Planstadt. Erstellt auf einem Reißbrett, wo alle Straßen gleich verlaufen. Dennoch ist es kein Vergleich zu Plattenbauanlagen, wie man sie bei uns kennt. Jedes Haus ist doch individuell und findet seinen Ursprung oft im Jugendstil wieder.


Als nächstes besuchten wir den Mercat del Ninot, eine moderne Markthalle im Industrielstil.Nach einer Mittagspause stiegen wir wieder in den Doppeldeckerbus und fuhren weiter zum Plaça de Espanya. Von dort gelangt man hinauf auf den Mountjuic. Übrigens ist die Stadt so behindertenfreundlich. Nicht mal hier gibt es Probleme. Man fährt einfach mit der Rolltreppe die Stufen nach oben.

Kolumbus Denkmal 


Es ist schon ein tolles Ensemble: im Norden die alte Stierkampfarena, dann der Plaça de Espanya, die venizianischen Türme, der magische Brunnen und ganz oben das katalanische Kunstmuseum. Das alles ergibt einen 1km lange Linie. Oben angekommen hat man einen wahnsinnig schönen Ausblick auf Barcelona und ein eisgekühlter Sangria macht diesen Moment noch fantastischer.

Sagrada Familia 

Unser Weg führte zur Seilbahn des Mountjuic zum Schloss hinauf. Die Aussicht von oben wurde immer besser und das Meer mit dem riesigen Kreuzfahrthafen erstreckte sich vor uns. Hinunter ging es zu Fuß. Wir stiegen in den nächsten Bus und fuhren am Strand entlang in das alte Arbeiterviertel El Poblenou. Im Zuge der olympischen Spiele wurde der Stadtteil komplett modernisiert und ist mit seiner Lage direkt am Meer ein beliebter aber teurer Wohnort Barcelonas. 


Den Abend verbrachten wir in einer Bar bei Tapas und Paella, während die Stadt kurzzeitig im Regen versank.
Castle Mountjuic 



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