Freitag, 29. Dezember 2017

Zwischen Müllbergen und Luxusjachten...

Da es heute 18 Grad Celsius und herrlicher Sonnenschein werden sollte, entschlossen wir uns in die Hafenstadt Piräus aufzumachen. Aber nicht wie alle mit der Metro - nein, wir gingen zu Fuß. Laufen gestaltete sich angesichts der wiederum glatten Fußwege in der Stadt als schwierig und wir schlittereten mehr oder weniger die unzähligen Kilometer bergab.
Trostlos und vermüllt. 

Kulturzentrum 

Blick auf Piräus 

Und hier, fernab  der Touristenziele, zeigte sich ein unschönes Bild: Müllecken und Hundehaufen. Nach 1,5 errichten wir das neu gebaute, mächtige Kulturzentrum mit der Nationalbibliothek Griechenlands. Umgeben ist es von einem schönen Park, Wasserbecken und sogar einer Eislaufbahn.

Blick auf Athen 

Freunde teilen. 

Trauriger Anblick 

Nach einer weiteren halben Stunde kamen wir am Meer an. Was in der Karte als Strand deklariert war, zeigte sich eher als Ort des Schreckens. Während im Hintergrund die riesigen teuren Schiffe vor Anker lagen, türmte sich hier  der Müll, der an Land gespült wurde. Und niemanden interessiert es.
Mikrolimano Marina 

Lecker Mittagessen 

Schwimmbad am Meer 

Wenige hundert Meter weiter befanden wir uns in einem der vielen Jachthäfen der Stadt. Hier stehen Luxusschiffe aus Malta oder sogar dem Oman. Gemütlich Fisch essen kann man direkt am Wasser, wenn man das nötige Kleingeld dabei hat. Wir zogen dann lieber eines, der kleinen Lokale mit Gyros vor. Insgesamt muss man sagen, dass die Preise in Athen wesentlich niedriger sind, wie noch vor 6 Jahren. Ob es an der Finanzkrise liegt oder wir uns in Deutschland mit unseren Preisen einfach  angepasst haben, weiß ich nicht.




Nach einer Stärkung wollten wir eigentlich noch die Halbinsel, auf der die Stadt liegt, umrunden. Aber nach stundenlanger Stadtwanderung und unzähligen Kilometern mussten wir das Vorhaben bei der Hälfte abbrechen. Die Strecke ist sehr zu empfehlen und gerade an der Südspitze hat man einen tollen Blick auf die Klippen und das Meer.
Piräus Jachthafen 



Nun waren es noch weitere 4 km quer durch die Stadt, bergauf und bergab, bis zur Metrostation. Eigentlich war der Plan auch wieder zurück nach Athen zu laufen, aber nach 25 km über Pflaster hätten wir die 12 km nicht auch noch geschafft. Zurück in Athen ist es vorbei mit der Stille und der volle Trubel hat einen wieder zurück.


Abends war auf dem Syntagma Platz wieder die Hölle los. Aber dieses Mal mit laut kreischender Elektromusik. Dazwischen liegen die vielen Straßenhunde und ziehen die Obdachlosen mit ihrem Hab und Gut entlang. Auch das ist Athen.

Kathedrale von Piräus 

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