Mittwoch, 22. Juli 2015

Kuala Lumpur, die Stadt bringt mich an ihre Grenzen....

Sonnenaufgang über Kuala Lumpur 
Heute war natürlich die Nacht schon 6:30 Uhr zu Ende, denn die Aufregung steigt, Kuala Lumpur kennenzulernen. Als erstes war aber noch ein Besuch des Pools im 10. Stock nötig. Was für eine grandiose Aussicht. Und Wahnsinn, wenn man überlegt, was mich diese 2 Nächte, in einem Hotel der Spitzenklasse kosten - 38€. Dafür bekommt man in Deutschland gerade mal ein Hostel im 10 Mann Zimmer.





Lageplan Krankenhaus 
 07:45 Uhr war Start. Vorbei ging es an 1000 Moscheen und kulturellen Bauwerken. Wie in einer anderen Welt kommt man sich hier vor. Die Menschen sind freundlich und selbst Frauen mit Kopftuch begrüßen dich hier freundlich, denen du in arabischen Ländern nicht mal in die Augen schauen solltest, weil dies respektlos erscheint. Oft wird man gefragt, wo man her kommt und immer wieder wird "welcome to Malaysia" gewünscht.


Einkaufszentrum 



















Nach paar Kilometern und gefühlten 3 Liter Wasserverlust (was für eine Hitze)  bin ich auf dem Chow Kit Markt gelandet. Da gibt's alles, was die malaiische Agrokultur bietet. Obst und Gemüse, was uns in Europa völlig fremd ist. Hühner werden hier frisch aus dem Käfig geschlachtet und wenn nicht, liegen sie bei 34 Grad den ganzen Tag auf den Verkaufstischen. Ein hoch auf die Salmonellen.
Auberginen 

frisches Geflügel 



Aber wie ich merkte ist das größte Krankenhaus von Kuala Lumpur nicht weit. Ein riesiger Komplex und niedlich, wie die ganzen Fachbereiche auf Malaiisch heißen. Überall sieht man zudem hier Leute liegen. Ja wirklich - sie liegen, auf Parkbänken, auf Bürgersteigen, Bushaltestellen usw. und machen ein Nickerchen.





konservierte Eier 
























Später war ich auf dem Weg zu den Petronas Towers. Ich hatte sie die ganze Zeit vor mir, aber kam einfach nicht über die Straße, weil keine Fußgänger Brücken da waren. Ich lief mindestens 2 km in der brütenden Hitze und hatte nichts mehr zu trinken. Als ich immer weiter entfernt lief, musste ich mir ein Taxi ordern, sonst wäre ich vielleicht umgekippt.


















An den Towers angekommen, hatte ich noch etwas Zeit, da mein Ticket für 13 Uhr vorgebucht war. Hier kommen nur eine bestimmte Anzahl Besucher rauf und alles ist minutiös getaktet. Erst besuchten ich die Skybridge, die in 170 m Höhe die beiden Türme miteinander verbindet. Und dann gings in den 86. Stock, auf 370 m. Hier erscheint für die Stadt wie eine Spielzeug Landschaft. Grandios! Vor allem der Blick auf den anderen Zwillingsturm.









370 m Höhe 



170 m in Höhe der Brücke 


Nach einem kurzen Spaziergang um den Park der Towers bin ich mit der U-Bahn zurück Richtung Hotel. Vorher habe ich mir noch die Gebetsstätten der anderen Religionen, die in Kuala Lumpur vertreten sind , angeschaut. Eine buddhistischen und einen hinduistischen Tempel. Hier war Schuhe ausziehen angesagt, aber lauft mal bei 35 Grad auf dem heißen Pflaster.



hinduistischer Sri Maha Mariamman Tempel 
Danach waren endlich Pause und die hoch geschätzte Klimaanlage meine Freunde, die nach ca. 15 km Stadtlauf nötig waren. Da ich aber fast auf dem Bett eingeschlafen bin, musste ich wieder los. Diesmal gleich mit dem Taxi in den KL Gardens Park - quasi der Stadtpark von Kuala Lumpur. Unterwegs freute man sich jemanden aus dem Land der Weltmeister getroffen zu haben und erzählte, dass indische Menschen immer böse gucken und nie Geld ausgeben wollen.






mitten in der Stadt? Ich habe keine gesehen

Wie überall, sportlicher Preis für über 3 € 200g

das dagegen waren 2,40 € inkl. Cola

Aussicht vom Pool 
Im Park angekommen schallten aus allen Moscheen der Umgebung das wahrscheinlich 3. Gebet des Tages. Aber irgendwie fehlt hier die Atmosphäre dazu, wie zum Beispiel in Istanbul, wenn man abends unter der blauen Moschee sitzt und von 1000 und 1 Nacht träumt.








Abends war ich in Chinatown auf den Nachtmärkten und hab erstmal schön SCHWEIN gegessen, was es hier ja sonst nicht gibt. Aber irgendwie haben die das in Knoblauch eingelegt und nun kann mir niemand mehr zu nahe kommen. Wer auch? Ist ja niemand hier und genau am Abend, allein im Hotel wird man wieder daran erinnert. Ich hoffe morgen gibt es auch eine Internetleitung in den Dschungel, denn ich verlasse Kuala Lumpur in nordwestliche Richtung und fahre zum Taman Negara. 

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