Dienstag, 3. April 2018

Im Zick Zack durch die Mondlandschaft...

Schnell entflohen wir den 5 deutschen Reisebussen, die sich vor das Hotel geparkt haben. Da die Insel Krk fast nur aus Geröll besteht, gibt es hier eigentlich auch nicht so viel zu sehen. Es sei denn man fährt Straßen abseits der Touristenpfade. Und dort landeten wir. Irgendwo im Nirgendwo. Erst war es eine asphaltierte Straße an den Klippen und ging schon bald in Schotter über. Schafe hüpfen an uns vorbei und die Gegend sah aus wie eine Mondlandschaft. Das Ziel war eine kleine einsame Bucht.

Als wir von der Insel wieder auf dem Festland angekommen sind, hielten wir in Crikvenica. Abseits der Halbinsel Istrien verändern sich die Stadtbilder zunehmend. Hier herrscht ein ganz anderes maritimes Flair. Bei einem Kaffee im kleinen Hafen ließ es sich aushalten.


Crikvenica
Nächster Stopp war das alte Senj. Der kleine Hafen in der Altstadt ist besonders schön. Wahrzeichen ist aber eigentlich die Burg Nehaj, die hoch oben thront. Um sie herum gibt es gemütliche Spazierwege mit einem 360° Blick auf die vielen adriatischen Inseln vor Kroatien.



Die nächsten 160 km waren eine große Herausforderung und die bisher schönste Strecke unserer Reise. Die Straße führte bei Geschwindigkeiten von höchstens 60 km/h hoch über dem Meer immer an den Klippen entlang mit einer Kurve nach der anderen: rechts die Leitplanken und linker Hand hohe schroffe Berge. Hier hatte man eine fantastische Aussicht.

Burg Nehaj 

Blick auf Senj 
Je weiter wir südlich kamen, je höher wurden die Berge und je mehr Schnee lag auf Ihnen. Wir erreichten das Velebitgebirge mit über 1700m Höhe. Kurz bevor die Konzentration auf dieser Straße zu Ende ging, erreichten wir Zadar. Die Vegetation änderte sich schlagartig. Die karge Landschaft wich einer üppig, grünen Pflanzenwelt und das Thermometer kletterte auf 21° Celsius.




Zadar ist so schön, wie jeder erzählt, der schon mal hier war. Den Abend verbrachten wir an der Nordspitze der Altstadt, die auf einer Insel liegt. Hier soll der wohl schönste Sonnenuntergang zu sehen sein. Während wir auf das Ereignis warteten pfiff die Meeresorgel, die durch Wellen betrieben wird, ein Lied.
Velebitgebirge im Hintergrund 


Eine große Solarinstalation mit bunten Lichtern wir aktiv, wenn die Sonne untergangen ist. Vorher mussten wir uns aber noch eine deutsche Peinlichkeit anschauen. Da stehen zwei Typen in den Klamotten aus einer Kreuzung  der Kastelruther Spatzen und Wildecker Herzbuben und sangen genau diese Musik. Aber da das noch nicht ausreichte, wurde das ganze noch von einem Kameramann gefilmt und ausgeleuchtet. Also so ein richtig schön billig gemachtes Musikvideo. Der  Zoom der Kamera sagte uns später es seien die Amigos.

Forum Zadar 

Solarinstalation Zadar 

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