Donnerstag, 26. Juli 2018

Millionen!


Frühstück 
Gestern entdeckten wir ein Restaurant, wo ich vor 5 Jahren schon mal war. Es gab French Toast. Und das ist wahrscheinlich zu lange her. Ich musste mich wieder mit Dumplings und Suppe zufrieden geben. Tag 3 und ich kann es jetzt schon nicht mehr sehen. Was richtig gut ist, ist der Kaffee und die unzähligen Sorten Milchtee. 
Das Ergebnis der gestrigen Tour. 


Victoria Harbour aus 400 Metern Höhe 

Nach einem ausgiebigen Brunch startete unser Tag um 11 Uhr mit dem Bus an die südwestlichste Spitze von Kowloon - genauer zum International Commerce Center, kurz ICC. Es ist das 10. höchste Handelsgebäude der Welt mit 418 Meter. Und natürlich führt kein Weg daran vorbei. In 60 Sekunden flog man in den 100. Stock. Die Sonne schien und die Aussicht auf die Bucht mit ihrem regen Schiffsverkehr war phänomenal. 











Die gesamte Gegend ist immer noch eine riesige Baustelle, so wie bei meinem letzten Besuch. Hongkong wächst und wächst. Dabei ist Wohnfläche ziemlich rar. Die gigantischen Wolkenkratzer sind wie eine Stadt in der Stadt. Darunter befinden sich unzählige Fußgängerpassagen oder Malls. Man braucht eigentlich nicht nach draußen gehen. Das Konsumverhalten ist sehr ausgeprägt. Ein teures Modelabel findet sich neben dem anderen und die Kreuzfahrtschiffe haben am Pier direkten Zugang zu Gucci, Prada und Co. 
Wohnhäuser 

Ocean Terrace 










Spiegelbild in der Fassade 


Diese Gegend ist nichts für uns. Also schnell weg zum Victoria Harbour mit Blick auf die andere Seite der Bucht, nach Central, wo wir ab Sonntag wohnen werden. Am Hafen befindet sich ein oberirdischer Spielplatz, einfach als Terrasse über die Straße gebaut. Gemütlich ist auch der Signal Hill Garden - ein Felsen, der in eine hübsche kleine Parkanlage umgewandelt wurde. Ein Ruhepol in der 7.5 Millionen Metropole. 



Leben möchte man hier aber wirklich nicht. Hongkong hat die höchsten Mietpreise der Welt. Es gibt Privatapartements, die mit übereinander gestapelten Käfigen ausgestattet sind, wo Menschen drin hausen. Bis zu 130.000 Einwohner schätzt man. Durch das bergige Umland kann nur wenig Wohnraum geschaffen werden. Und Normalbürger können sich keine Mietwohnung leisten. Die  Milliardärsdichte hingegen ist die höchste Asiens. Und wir fühlen uns in unserem Schuhkarton mit einem 115 cm (zu zweit) Bett ohne Tageslicht schon unwohl. 


Apfel-Essig Limonade 


Abends war in Mongkok wieder die Hölle los, so dass man kaum treten konnte. Es ist schon erstaunlich, wie sich lange Schlangen vor Restaurants bilden, die brechend voll sind. Das Gleiche vor Läden wie Gucci und vor allem sehen die Leute nicht so aus als ob sie dort irgendwas kaufen könnten. Hongkong bedeutet Konsum und zwischendrin findet man immer wieder eine arme Seele, die es nicht geschafft hat mit dem Strom zu schwimmen.
Hundetoilette

Signal Hill Garden 


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