Montag, 30. Juli 2018

Mit Spider(man) über den Dächern der Stadt...


Die Nacht über den Straßen von Hongkong war super oder vielmehr der Morgen! Wir hatten Sonnenlicht, perfekt! Das Wetter war wieder fantastisch, wie eigentlich jeden Tag. Vor 5 Jahren ereilte uns oft der Monsun und wir waren nass bis auf die Haut. Was macht man bei klarer Sicht? Auf den Victoria Peak fahren. Dieser ist die höchste Erhebung auf Hongkong Island mit 552 Metern. Die Besonderheit ist jedoch, dass einem die Skyline direkt zu Füßen liegt, da die Hänge ebenso mit Hochhäusern bebaut sind. 

Peak Tram 

Dort hoch kommt man mit einer alten Standseilbahn von 1888. Die Steigung ist so extrem, dass man in der Bahn auf keinen Fall stehen sollte. Auf dem Gelände der Bergstation ist alles auf den großen Tourismus ausgelegt mit Boutiquen, Madame Tussauds und allerhand anderen Shops, wo man sein Geld los werden kann. Nichts für uns, wenn wir nicht solchen Appetit auf Frühstück gehabt hätten. Eine asiatische Café Kette bot wohl die beste Aussicht dazu. 
Victoria Peak 

Frühstück 

Lugard Falls 
Nach einer Stärkung mit Blick auf die Skyline von Hongkong nahmen wir den 5km Rundweg um den Berg in Angriff.  Leider ist oben eine Radarstation, so dass der Zugang auf den wahren Gipfel verwehrt bleibt. Wir wunderten uns, was die Leute in den Bäumen fotografierten. Als wir näher kamen, sahen wir das Übel: riesige Handteller große Spinnen hangen mit ihren weitgepannten Netzen über uns. Igitt, igitt! Der weitere Weg hatte nichts mehr mit Wandern zu tun. Eher mit in die Luft schauen, ob irgendwo so ein Monster lauert. 
Goldene Seidenspinne 




Wir hatten Glück und uns begegneten nur noch mächtig große Schmetterlinge die zu hunderten durch die Gegend flattern. So hatten wir Ruhe die gigantische Aussicht auf den Vitoria Harbour zu genießen. Wenn man hier oben steht, weiß man warum man vielleicht immer wieder hierher zurück möchte. Hongkong ist so facettenreich und keine Straße gleicht der andern. 




Der Abstieg vom Berg war wahrscheinlich anstrengender als wäre man bergauf gegangen. Auf 2 km ging es fast 400 Meter bergab. Auf dem Weg liefen wir durch riesige abgesicherte Hochhaussiedlungen wo Luxuskarossen auf dem Parkdeck standen. Umso höher man hier wohnt, um so reicher sind die Einwohner, heißt es. 


Noble Wohnblöcke 
Wir erreichten den Zoologisch-Botanischen Garten. Eigentlich hatte ich mich gesträubt dort lang zu gehen, aber es gab keinen anderen Weg. So wie eine ganze Reihe öffentlicher Einrichtungen, war auch diese kostenlos zugänglich. Das relativiert etwas die Tatsache, dass hier Tiere nicht ausschließlich aus kommerziellen Gründen eingesperrt sind. Und ausserdem handelt es sich nur um eine handvoll Spezies wie Affen, Vögel und Reptilien. 

Koreanische Zahnpasta 


So, nun wieder hinunter ins Getümmel. Milchtee trinken, durch die Straßen laufen und in Läden stöbern. Mit der Rolltreppe in die höheren Gebiete macht dies besonders Spaß, wenn man die tausenden Menschen von oben beobachten kann. Aber das ist nicht alles. Interessant sind die Gerüstbauer. Nein, keine Gerüste aus Stahl. Hier hängen sie in schwindelerregender Höhe an den Fassaden der Wolkenkratzer und bauen Gerüste aus Bambushölzern, die einfach mit einem schwarzen Band verknotet werden. Spektakulär! 
Bambusgerüstbauer 


Nach einer Pause setzten wir uns wieder in die Tram und fuhren einfach die Straße entlang ohne Ziel. Wo es uns gefiel, stiegen wir aus. Lange haben wir etwas gesucht und wir sind fündig geworden. Letztes Jahr in Korea haben wir die beste Zahnpasta der Welt entdeckt. Bei Amazon ist sie unbezahlbar. Ein Laden hier führt diese Marke. Wir sind überglücklich noch 5 Packungen bekommen zu haben. Sicherlich wird diesen Faible niemand verstehen. Auf dem Rückweg fing pünktlich 20 Uhr die Skyline an, in ein buntes Lichtermeer aufzugehen. Da ist der Moment wo tausende am anderen Ufer in Kowloon die Show "Symphony of lights" bestaunen.

Lippo Center 





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