Samstag, 28. Juli 2018

Sharp Island - auf der Suche nach dem Vulkan...


Kam Wa Café 
Heute war unser letzter Tag in Kowloon. Morgen schippern wir über den Victoria Harbour nach Hongkong Island. Das gab uns die Gelegenheit in die New Territories, genauer nach Sai Kung, zu fahren. Doch zuerst entdeckten wir im Internet ein Café, dass bei Einheimischen sehr beliebt sein muss - das Kam Wa Café. Wir hatten Glück und in den lauten, mega vollen Lokal, war noch ein Platz frei. Die Hongkonger gehen immer Trends nach und stehen normal lange an, wenn ein Restaurant gerade "in" ist.


Goldfischmarkt Mongkok 

frische Meeresfrüchte am Sai Kung Pier 

Es war hektisch und laut aber dennoch entsprach es genau dem, was wir uns vorstellten. Und natürlich probierten wir auch die Dinge, die hier hoch gelobt wurden: Pineapplebuns, French Toast und eisgekühlter Milchtee. Köstlich! Zumal der Name etwas anderes erahnen lässt. Pineapplebuns sind keine Ananas Brötchen, sondern haben nur das Aussehen der Frucht. In Wirklichkeit sind es aufgeschnittene süße Brötchen mit Zuckerkruste und einem Stück Butter darin.
Sai Kung Pier 



Nachdem köstlichen Frühstück ging es mit Metro und Minibus (ca. 1,60€ 50 min Fahrzeit - bei Benzinpreisen von 1,78€ sehr günstig) nach Sai Kung, eine "Kleinstadt" mit einer Einwohnernzahl von 380.000 im Großraum der Stadt. Dies war jedoch überhaupt nicht spürbar, vor allem wenn man aus dem belebten Kowloon kommt.





Der Pier von Sai Kung hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Als ich das letzte Mal hier war, war alles ziemlich gemächlich. Frauen verkauften aus den kleinen Kuttern Meeresfrüchte und Fisch und die  Promenade liefen ein paar Familien entlang. Heute war alles anders. Wahrscheinlich weil auch Samstag war. Es war richtig viel los: Verkaufsstände, viele Menschen, Sonne und jede Menge kleine Fährboote, die dich zu den umliegenden Inseln bringen. Nämlich genau hier liegt der UNESCO Global Geopark, ein großer Meerespark, der durch Vulkane entstand.











Sharp Island 
Sehr sehenswert ist das Volcano Discovery Center, in dem man die Viskosität von Lava, je nach Temperatur, ertasten kann. So schön der lebendige Hafen auch war, war uns gestern bereits klar, dass wir auf eine dieser Inseln mussten und entschieden uns für Sharp Island. Man brauchte sich einfach am Pier ein Boot raussuchen und schon war man innerhalb von 15 min auf der kleinen Vulkaninsel.

Half moon bay 

Wanderung 
Neben zwei schönen Stränden gab es einen Wanderweg über den Bergrücken. Das Terrain war hügelig und man stieg bis auf 136 Meter über dem Meeresspiegel hinauf. Jedoch war die Aussicht über die ganze Inselwelt fantastisch. Ein bißchen irre war man wohl das Ganze in der Mittagshitze (34 Grad) zu bestreiten. Aber kalt ist es hier nie und nachts fallen die Temperaturen auf höchstens 28 Grad. Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. 




Als wir von der Wanderung zurück waren, verbrachten wir noch einige Zeit am Strand und beobachteten die Familien, die Kajaker, die Badegäste, die Wanderer, die Instagramer. Man hätte ewig sitzen können. Und das Beste: man fühlt sich so wohl! Die Hongkonger zeigen eine sehr vornehme Zurückhaltung. Es ist so, als ob dich niemand als Fremden oder Anders-aussehenden registriert. Im Vergleich zu Sri Lanka, wo die Aufdringlichkeit oft unsere Nerven strapazierte oder Korea, als man uns so oft schräg von der Seite anschaute, ist es hier entgegen vollkommen entspannend.
Seafood 

weicher Waffelteig mit Pudding gefüllt 

Metro Station 

Zurück auf dem Festland gönnten wir uns ein fürstliches Essen in einem der Seafood Restaurants am Hafen. Vor uns standen Muscheln, Hummer, Fisch und Tintenfisch. Köstlich! Ein fast schon perfekter Tag geht zu Ende und wir fuhren zurück ins hektische Kowloon.
Kowloon Park 



Was macht man mit so einem restlichen Abend in einer Megacity? Schwimmen, das ist eine gute Idee. 500 Meter von uns liegt der 13 Hektar große Kowloon Park. Und eben dieser beherbergt ein riesiges Schwimmbad mit 5 Aussenpools und 8 Innenpools. Für schlappe 0.90€ (Student, Normalpreis doppelt so hoch) ist man drin. Klar ist das Wasser bei den Temperaturen keine Abkühlung. Doch habt ihr schon oft nachts in einer Millionenmetropole, eingerahmt von Wolkenkratzern, in einem Pool gelegen und konntet die startenden Flugzeuge beobachten?


Milchtee 

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