Mittwoch, 25. Juli 2018

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt...


Nachdem wir abends schlecht einschlafen konnten, war dies heute Morgen kein Problem. Die 6 Stunden Zeitverschiebung steckt man eben doch nicht so leicht weg. Außerdem ist hier früh nichts los. Die Geschäfte und Restaurants öffnen teilweise erst mittags  bis in die Morgenstunden. Deswegen lohnt es sich überhaupt nicht zeitig loszuziehen.

Yau Ma Tei market 



Unsere erste Herausforderung war es, etwas zum Frühstück zu finden. Aber die Suche war fast vergeblich. Entweder geschlossen, mit Schlange stehen oder es gibt eben nichts typisches sondern Nudelsuppe. Dann muss man sich eben anpassen. Oder man geht in einen der vielen Convenice Stores, holt sich irgendeine Kleinigkeit und verbringt die Zeit im nächstgelegenen Park. Am jeder Ecke gibt es kleine Ruheplätze und man fühlt sich nicht wie in einer Großstadt. 

Sehr umweltbewusst... 

Kowloon Walled City Park 

Hongkong versucht sehr umweltbewusst zu sein. Zumindest zeigen das die Straßen, die komplett sauber gefegt sind. Auch wird hier sogar in den öffentlichen Mülleimern nach Wertstoffen getrennt. Einzig die Klimaanlagen, die dir draußen ständig auf den Kopf tropfen und beim nächsten Laden kühl nach draußen wirbeln, lassen das ökologische Ansehen der Stadt schnell wieder fallen. 


Wong Tai Sin Tempel 


Lebensmittelmärkte, wo rohe Tierhälften in der Sonne brutzeln, haben bereits früh morgens geöffnet. Auf allen anderen tobt das Leben erst am Abend. Märkte gibt es in Hongkong reichlich: Straßenzüge von Edelsteinen (wohl eher Plastik), über Goldfische oder Klamotten. Das Dasein spielt sich hier auf der Straße ab. Die riesig hochgebauten Betonklötzer mit Wohnungen so winzig wie unser Zimmer, sind viel zu klein, um dort Zeit zu verbringen. Konsum wird hier so und so großgeschrieben. Man findet kaum eine Straße ohne eine riesige Mall. 




Weg zum Lion Rock 













Da die Stadt um 11 Uhr noch schlief, stiegen wir in den nächsten Bus und fuhren zum Kowloon Walled City Park, holten uns Eiskaffee und taten es den Einheimischen gleich - faulenzen zwischen kleinen Pagoden und Teichen. Saubergehalten werden diese unzähligen kleinen Parks und die Straßen größtenteils von alten Menschen. Eine gesetzliche Altersvorsorge gibt es erst seit dem Jahr 2000. Wahrscheinlich kommt noch nicht jeder hier in den Genuss oder das Geld reicht eben nicht, da Hongkong insgesamt ein teures Pflaster ist und damit Asiens Platz 1 einnimmt, zusammen mit Singapur. Und damit die älteren Herrschaften gesund bleiben, gibt es kleine Fitness Plätze extra für sie, um die Koordination und Muskelkraft zu erhalten. 

wahnsinns Aussicht auf Central Hongkong 

Lion Rock 

der Weg bergab 
Hongkong ist eingerahmt von unzähligen Hügeln. Einer war heute unser Ziel, der Lion Rock. Naja wir hatten uns wenigstens die erste Aussichtsplattform vorgenommen. Angesichts von 31 Grad und einer Luftfeuchte von 80% wollten wir schon abbrechen, aber haben es bloß gut nicht getan. Der anstrengende Aufstieg hat sich gelohnt. Wir saßen und machten Pause. Da entdeckten wir ein komisches Tier oben in den Baumwipfeln. Eine Katze auf dem Berg? Nein! Ein Affe. Wenig später kamen uns eine Horde von ca. 80 Tieren entgegen und schauten uns an, als ob sie noch nie Menschen gesehen haben. 


Der Ausblick von oben war grandios. Und war noch atemberaubender, als wir vom normalen Weg abwichen und uns an einem Seil durch einen kleinen Pfad wieder bergab schlängelten. Keine Menschenseele, so viel Natur und ein Blick auf die Skyline, der von nichts übertroffen werden kann. Außer vielleicht von den unzähligen winzigen Moskitos, die uns zerstochen haben. So sind wir am späten Nachmittag durchgeschwitzt, aber glücklich zurück in unsere Unterkunft gegangen, um uns für den Abend vorzubereiten. 

Es ging nach Mongkok, eines der dicht besiedeltsten Orte der Erde mit 130.000 Einwohner pro Quadratkilometer. Hier ist das riesige Marktviertel Hongkongs und wahrscheinlich die meiste Neonreklame der Region. Die Straßen sind thematisch unterteilt und jedes Geschäft führt die gleichen Produkte: Sneaker, Goldfische, Vögel, Baustoffe, Kopierläden, Kleider, Elektronikartikel. Wie es da um den Wettbewerb steht, kann man sich ausrechnen. Jedoch kommt hier jeder zu einem Gewinn bei den Massen an Konsumenten. 


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