Montag, 22. Mai 2017

Mit 200 km/h ans Japanische Meer....

Bahnhof Jeonju 
Wir haben perfekt geschlafen in unserm Hanok Village. Eine Ruhe war am Morgen, bis die Touristen wieder verkleidet die Straße säumen. Um 8 Uhr sind wir los mit Bus zum Bahnhof. Heute sind wir mit einem kleinen Highlight unterwegs, dem Hochgeschwindigkeitszug KTX, der weit über 200 km/h aufnehmen kann. Das Ticket hatten wir schon von zu Hause gebucht, was aber bei 16 Wagen nicht nötig war.
KTX 703

Tickets 












Admiral Yi Sun-sin Tempel 








Und wie immer lief alles perfekt durchgeplant, was Ausschilderung und Pünktlichkeit betraf. 8:56 Uhr saßen wir im Zug 703 nach Yeosu. Über uns sendeten Fernseher die neusten Raketentests von Kim Jong Un. Die Sitze waren komfortabel mit viel Beinfreiheit, es gab Steckdosen bzw. USB Anschlüsse und natürlich Wi-Fi. Die Fahrt ging durch die Berge. Naja in Südkorea ist das ja auch nicht unüblich. Die ganze Halbinsel besteht zu größten Teilen aus Gebirge.
Ein ganz normaler koreanischer Markt 

Mittagspause 


12:15 Uhr sind wir in Yeosu gelandet. Da wir uns bei nur 3 Bussen am Tag nicht sicher waren, ob wir morgen im ersten einen Platz bekommen, sind wir noch schnell mit dem Taxi zum Busbahnhof gefahren. Dieses Mal sollte alles gut gehen. Zurück mit Bus ging es zu unserem heutigen Gästehaus. Es ist so liebevoll gestaltet und hat einen herrlichen Dachgarten mit Blick auf die Stadt.

Was zum Teufel ist das? 













Dolsandaegyo Brücke 
Nun ging es los Yeosu zu erkunden. Zuerst zum Hafen, wo ein altes Schildkrötenschiff ausgestellt steht. Ringsherum befanden sich unzählige Marktstände mit Obst, Gemüse, Getrocknetem und und und. Irgendwann landeten wir auf dem Fischmarkt. Von Oktopus über Muscheln und riesigen Fischen gab es dort alles.



Das nächste Ziel war die Dolsandaegyo Brücke, die mit 450m die größte Schrägseilbrücke Koreas ist. Wir sind sie zu Fuß überquert, um dann auf Dolsan Island anzukommen. Dort warteten fantastische Ausblicke auf die Bucht in der Yeosu liegt. Willkommen Japanisches Meer. Übrigens fand hier die Expo 2012 statt.











Cable Car 
Von hier aus nahmen wir die Seilbahn und fuhren ein Mal quer über die Bucht. Eigentlich ist die Stadt eine Attraktion und genau deswegen sind wir hier. Aber Koreaner nehmen uns als Attraktion. Ständig gucken sie, sprechen uns an und versuchen Selfies zu machen. Liegt es an den blonden Haaren?


Als letztes besuchten wir die Insel Odongo. Ein kleines Eiland mit Wanderwegen, Kamelienbäumen und fantastischen Ausblicken. Nach ca. 20 km Fußweg sind wir wieder in unserem Gästehaus gelandet. Etwas Ruhe und kühle Luft tut gut bei 30 Grad draußen.


Odongo Island 

Abends wollten wir essen gehen und was bietet sich besser an als Seafood, wenn man das Meer vor der Haustür hat? Leichter gesagt, als getan. Am Ende landeten wir im einem Convenience Store und aßen koreanisches Essen to go. Hier merkt man, dass Ausländer ziemlich fremd sind. Die Restaurants und kleinen einheimischen Lokale hatten alles nur im koreanisch ausgeschrieben. Und wir hatten wirklich keine Lust Penismuscheln, Seegurken oder Hund zu essen.



Schildkrötenschiff
Am Hafen war abends noch richtig was los. Einer tanzte zu lauter Popmusik etwas vor und ca. 50 Leute, ob jung oder alt, machten es ihm nach. Die Gebäude und Brücken waren in bunte Lichter gehüllt.



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