Dienstag, 23. Mai 2017

Von fehlenden Ortskenntnissen und bunten Fischerbooten...

Hafen von Tongyeong 
Nach einem ausgiebigen Frühstück in unserem Gästehaus, in familiärer Atmosphäre, fuhren wir mit dem Bus zum Expressbus Terminal. Naja, sagen wir mal so: wir haben es versucht. Irgendwie war es nicht der richtige und wir irrten Ewigkeit immer im 2-5 km Abstand zum Busbahnhof in der Stadt rum. Die Zeit wurde langsam knapp. Irgendwann merkten wir, dank GPS und einem perfekten Kartensystem, dass wir dort nicht mehr ankommen werden. Also raus aus dem Bus, rein ins Taxi. 10 min vor Abfahrt haben wir es geschafft.


Penisfische

Das gestrige Ticketkaufen hätten wir uns sparen können. Wir saßen am Anfang nur zu viert im Bus für eine dreistündige Fahrt nach Tongyeong. Dieses Mal sollte es besser klappen mit dem Weg in die Stadt. Wir nahmen den ersten Bus und zeigten einfach auf den Stadtplan.

Wafel, gefüllt mit roten Bohnen und Schokoeis



Tongyeong ist eine, für koreanische Verhältnisse, kleine Fischerstadt mit ca. 150.000 Einwohner. Alle scheinen vom Fischfang zu leben. Die Männer fangen ihn und tagsüber und nachts verkaufen die Frauen den Fang. Vor allem alte Frauen sitzen mit ihren Schlüsseln Fisch oder Gemüse am Straßenrand oder in der Markthalle.











Da hinter der Stadt zig Inseln liegen, die man mit Bus nur schwer erreichen kann, hatten wir uns überlegt nach einem Mietwagen Ausschau zu halten. Bei Google hatten wir eine Station gefunden. Genau dort war aber ein Café. Als wir nachfragten, hatte man jemanden im Auto heran gerufen. Er hat uns aber nicht verstanden und so wurde eine Telefonkonferenz gehalten mit jemandem, der Englisch sprach. Leider waren die Konditionen sehr schlecht, was die Versicherung anbelangt. Man weiß nie, ob einem hier ohne Fremdsprachenkenntnisse die Schuld zugesprochen wird. Koreaner sind nicht immer sehr rücksichtsvoll.
Niedlich der Kia! 

So sind wir am Hafen entlang gelaufen und haben uns wieder kuriose Meerestiere angeschaut. Auf unserem Weg lag das Dongpirang Wall Painting Village mit vielen Wandmalereien und kleinen Gassen. Hoch hinaus ging es in den Nammangsan Jogak Park. Von oben hatte man eine tolle Sicht auf die Buchten, kleinen Inseln und umliegenden Berge.



Als wir zurück waren, konnten wir dann auch in unser Zimmer. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um ein "Tourist Hostel" handelt und was man dafür bekommt?! Bei uns sind das mehr wie 3 Sterne. Im übrigen benötigt man in Korea keine Zahnbürsten, Zahncreme, Duschbad, Shampoo und Creme. Es ist immer alles ausreichend vorhanden. Auch das Wasser in Flaschen gibt es kostenlos.

Ohne Worte und das im prüden Korea... 

Und als ob das nicht genug ist, findet man manchmal einen PC und immer einen eigenen Internetrouter im Zimmer. Es gibt schon bequeme Dinge hier. Dazu zählen auch die unzähligen Convenience Stores wie 7-Eleven oder GS25. Hier bekommt man alles, was man braucht. Das tollste sind, die in Beuteln eingeschweißten Kaffees (Haselnuss, Americano, Latte usw.), Trinkjoghurts oder Tees. Dazu gibt's ein Becher mit Eiswürfeln, Strohhalm und Deckel. Für 1,20€ eine tolle Erfindung bei der Wärme.

Rettungsleine 6. Stock im Hostel 
Nachdem wir eine kleine Pause gemacht haben, haben wir nochmal versucht irgendwo essen zu gehen. Die meisten Lokale sind traditionell. Das heißt, dass auf einer Tafel die Gerichte auf Koreanisch angeschrieben sind und man auf dem Fußboden ohne Schuhe sitzt. Diese Regel gilt übrigens überall, auch im Hotel - Schuhe aus. Da wir überall Internet haben, versuchten wir uns mit dem Google Übersetzer, nachdem wir merkten, dass uns wirklich niemand versteht. Aber auch das nutzte nichts. Wir sind wieder mal gescheitert. Irgendwann fanden wir dann einen modernen Laden mit englischer Karte. Am Ende gab es Nudelsuppe mit Eis in der Brühe. Skurril!

Aussicht von unserem Roof Garden 

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