Mittwoch, 24. Mai 2017

Symphonie im Lichtermeer...

Unser Zimmer 
Tongyeong war heute Morgen ziemlich zugezogen und da wir keinen Mietwagen hatten, war die einzige Möglichkeit mit der Seilbahn auf den höchsten Berg der Umgebung zu fahren. Aber was hätten wir gesehen? Nichts!

Gefrierschrankinhalt für die Gäste 

Wc Bedienung -  rechts der Fön 








Man ist gerüstet für den atomaren Angriff -  Gasmasken 


Die zündende Idee. Warum fahren wir nicht heute schon in die 3 Millionen Metropole, Südkoreas zweitgrößte Stadt, und nehmen uns ein Hotel an der Copacabana von Busan? Gesagt getan. 10 Uhr nahmen wir den Bus zum Intercity Busterminal. Das wir überhaupt heil dort angekommen sind grenzt an ein Wunder. Uns war k..... übel. Koreaner rasen und fahren ziemlich riskant. Wo 50 km/h ist, wird 100 gefahren und das auf Stadtstraßen.


Das Blaue ist unser Hotel. 
Haeundae Beach 
Da Busan von hier alle 20 min angefahren wird, saßen wir wenige Minuten später im Bus und waren 12:30 Uhr in der Stadt. Rein in die Metro und an den Strand. Perfekt. Endlich wurden wir nicht mehr als Fremde gesehen und niemand schaute mehr an uns komisch herab. Es ist eine Erfahrung, wie sich andersfarbige Menschen bei uns fühlen müssen, die begafft werden.

Dongbaekseom Island 


Gwangan Bridge 









Mundschutz in allen Variationen 

Jetzt haben wir ein Zimmer im fünften Stock genau über dem Haeundae Beach mit Blick auf das Japanische Meer. Und zu guter letzt gab es noch ein Upgrade. Die Fenster sind bodentief und das Bett ist Richtung Ozean gedreht.  Wahnsinn!
Auch hier schien keine Sonne, aber das störte uns nicht. Wir machten uns auf nach Dongbaekseom Island -  ein fantastischer Park mit Klippen am Meer. Die Aussicht auf die Skyline von Busan war überwältigend.


Reis, Reis, Reis 

Wer soll das schaffen? 













Nun besuchten wir endlich mal einen richtigen koreanischen Supermarkt mit einer Größe, wo mindestens 5 unserer Märkte reingepasst hätten. Hier gab es alles, was das Herz begehrt. Leider ist Obst hier echt Mangelware. Es ist auch einfach zu teuer. Selbst ein riesiger Apfel war 1,60€ und Tomaten 1kg 5,60€. Obwohl hier so viel Landwirtschaft ist. Was man billig kaufen kann sind Chips, Popcorn, Schokolade etc. Außerdem gibt es kaum Milchprodukte, weil die Asiaten kaum Lactase produzieren, was für die Spaltung von Milchzucker benötigt wird.

Symphonie im Lichtermeer 
Endlich haben wir eine Möglichkeit gefunden richtig koreanisch zu essen. Im Foodcourt in einer Mall. Man zeigt im Eingang auf ein Plastikimmitat des Gerichtes und bekommt einen Transponder. Wenn es vibriert, holt man sich sein Essen. Obwohl es hier in Busan wieder wesentlich einfacher ist, weil alles auf Englisch steht.

Buns und Wan Tans 

Nach einer kurzen Pause in unserem Ozeanzimmer wollten wir noch mal die Gegend erkunden, bogen um die Ecke und fanden etwas vor, was einem den Atem stockte. Mitten in der lauten, mit Neonreklamen gesäumten Stadt, zwischen zwei Straßen... Spielte ein Symphonie Orchester mit ca. 50 Jugendlichen. Was für eine Kulisse.

Nebenbei redeten wir mit einem netten Koreaner, der uns fragte, wo wir herkommen usw. Dabei war er erstaunt, dass ich europäisch bin. Er dachte ich bin Asiat, weil ich wohl so aussehe. Deswegen gucken alle so, weil ich ein Albinoasiate bin und die hier niemals so schöne blonde Haare gefärbt bekommen.

Den restlichen Abend verbrachten wir mit Bier am Strand. Hinter uns die Skyline von Busan, nebenan Proben für das Sandfestival am Wochenende mit Livemusik und vor uns der Ozean. Besser kann ein Urlaub nicht sein.

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