Freitag, 26. Mai 2017

Vom Meeresrauschen bis zur Neonreklame - Busan

Oryukdo 
Heute Morgen sind wir nach einem erholsamen Schlaf mit dem Bus zum Oryukdo Skywalk aufgebrochen. Es ist so herrlich einfach in Südkorea mit den öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs zu sein. Sie sind immer pünktlich, angestellt wird stets in einer Reihe und durch das Internet, was überall verfügbar ist, kann man sich immer direkt den Bus raussuchen, den man fahren will.

Skywalk 




Der Skywalk war ziemlich klein und nicht so weit oben über dem Abgrund, deswegen hielt sich meine Höhenangst in Grenzen. Da heute herrliches Wetter mit angenehmen Temperaturen war, entschieden wir uns den Coasttrail zu wandern, immer entlang der felsigen Küste.

Coasttrail 



Jedes Mal, wenn eine Horde Koreaner hinter uns war, sind wir schneller gelaufen, weil sie durch ihr lautes Geplapper die friedliche Ruhe stören. Der Weg führte über Treppen, Steine und Holzplanken direkt an den Klippen des Meeres entlang.








Von hier oben hatte man eine fantastische Aussicht. Leider scheint es in Sichtweite keine Delfine zu geben. Der Schiffsverkehr wird zu groß sein. Von hier aus kann man bei guter Sicht sogar nach Japan gucken. Fukuoka ist Luftline nur 200 km entfernt.








Nach den zwei Stunden in der Natur machten wir uns auf,  per Bus,  zum Gwangalli Beach. Dieser war fast noch schöner, wie der Strand von Haeundae, weil man von hier eine perfekte Sicht auf die spektakuläre Gwangan Brücke hatte. So liefen wir am Strand entlang um Muscheln zu suchen.

Gwangalli Beach 

Gwangan Bridge 

Der Bunker für den Ernstfall - U-Bahn Station. 
Mal ein paar Worte zu den Jugendlichen hier. Überall wird jede Gelegenheit genutzt um Selfies zu machen. Manchmal gibt es sogar an Aussichtspunkten Halterungen für die Handys. Die Mädchen sind stets weiß geschminkt und tragen roten Lippenstift. Oft stecken sie sich Herzen, wie Fühler bei Bienen, in die Haare und rennen wie aufgeschreckte Hühner kichernd durch die Gegend. Und wenn junge Koreaner ein Date haben, bekommen sie oft einen Blumenstrauß, deswegen auch die Automaten dafür.




Typisch Koreanisch ist es alles zu verpacken. Selbst eine Banane im Minishop wird in Folie eingeschweißt. Und dann finde mal in den Straßen Mülleimer. Es gibt nahezu keine. Was es dafür viel gibt, sauber ist und vor allem kostenlos, Toiletten - sie sind überall.














Nach unserer einstündigen Rückfahrt mit dem Bus war erstmal Beine hoch angesagt. Wir sind jeden Tag ca. 20 km zu Fuß unterwegs und diese vielen Eindrücke und diese Millionen Menschen sind sehr anstrengend, aber im positiven Sinn.


Eis 

OK, man sollte den Warnungen nachgehen, kein Papier in die Toilette zu werfen. 














Abends machten wir uns auf zu dem riesigen Marktareal, um Busans Street food zu probieren. So gab es Dumplings, Seegraspfannkuchen, Bubble Tea, Fish Balls, Rice Cakes usw. Mitten auf den Fußgängerzonen stehen kleine Wagen mit Herd, Sitzgelegenheiten und Aquarien voll mit Kraken, Fischen und Krebse, die direkt im Kochtopf landen.


Die Jugendlichen vergnügten sich am Freitag Abend in den Spielhallen und die Erwachsenen saßen beim Korean Barbecue unter Abzugshauben und grillten sich auf einem kleinen Grill, der im Tisch integriert ist, Schweinespeck.

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