Samstag, 12. August 2017

Von längst vergangenen Zeiten und Bergidylle

Townhall Asheville 
Heute Nacht hörten wir von draußen Stimmen. Aus dem Fenster sah man zwei Polizisten vor unserer Tür stehen. Die Lage war aber anscheinend ziemlich entspannt. So konnten wir weiter schlafen. Im Frühstücksraum lief wie immer ein regionaler Nachrichtensender. Alle starren auf den Bildschirm mit der Berichterstattung zur derzeitigen politischen Lage zwischen den USA und Nordkorea. Schon komisch, wenn man bedenkt, dass man vor wenigen Wochen noch auf der "anderen Seite" gesessen hat.




Am Morgen schauten wir uns Asheville an, eine Künstlerstadt im Fabrikstil. Das beschreibt es am besten angesichts der vielen Gallerien und Klinkerbauten. Auch die nächsten Kleinstädte, umrandet der Blue Ridge Mountains, hatten den selben Charme aus vergangenen Zeiten. So auch der großartige Mast General Store, wo es so viele tolle Sachen gibt und natürlich jede Menge Nostalgisches. 
Mast General Store 



Wir fuhren Richtung Südwesten, bis kurz vor die Tore des Great Smokey Mountain Nationalparks, der viele Schwarzbären beheimatet. Leider liegt der zu weiten Teilen in Tennessee und wir wollten doch weiter in den Südosten Richtung Charleston. In so einem riesigen Land muss man Abstriche machen und Dinge für das nächste Mal aufheben.  


Cherokee 


So kamen wir an die westlichste Station unserer Reise - Cherokee und das Oconaluftee Indianerreservat. Hier war neben einem übertriebenen, touristischen Souvenirshopwirrwarr auch eine Ausstellung über die Indianern um 1760. Toll war auch der gleichnamige Fluss, in dem Kinder badeten und die Väter mit der Angel Fische fingen.














Socco Falls 
Leider hat diese Idylle ein riesiges Manko, im wahrsten Sinne des Wortes. Mitten in dieser herrlichen Berglandschaft steht ein Betonklotz, ein Casino. Indianer entdeckten Glücksspiel schon lange als Einnahmequelle, um verlorenes Land der Stämme zurückzukaufen. Sie haben sogar ihr eigenes Glücksspielregulationsgesetz, was sie vor staatlichen Kontrollen schützt. 











Nun auf nach Osten! Wir fuhren kilometerweit durch den Nantahala Nationalwald, in dem es nur so von Wasserfällen und kleinen Bergeseen wimmelt. Nieselregen war in den Bergen wie immer unser Begleiter. Aber dieses Mal schaffte es eine idyllische Ruhe. Hier gab es auch viele Countryclubs und tolle Anwesen. Wenig später überquerten wir die Grenze zu South Carolina und kamen letztendlich an unserem heutigen Tagesziel, Greenville, an. 


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