Mittwoch, 9. Mai 2018

Eine Nacht in den Baumwipfeln...


Bahnhof Nanu Oya 
Ein klein bißchen waren wir froh heute weiter reisen zu können. Der andauernde massive Regen ist nichts fürs Gemüt. Und so hat uns unserer Tuk-Tuk Fahrer um 8:30 Uhr zum Bahnhof abgeholt. Man ist schon ziemlich geblendet von den Sicherheitshinweisen, die die Reiseführer offerieren und macht sich selbst Stress, dass ja nichts weg kommt. Dem Fahrer haben wir gestern schon das Geld gegeben und natürlich war er heute früh pünktlich da. Die Menschen sind hier wirklich zuverlässig und enorm hilfsbereit.


Brückenbauarbeiten

Da der Zug zum ersten Mal Verspätung hatte, hatten wir genügend Zeit die vielen Menschen am Bahnsteig zu beobachten. Manche fuhren nur die Hochlandstrecke, um sich in Ella wieder von den Fahrern abholen zu lassen. Asiaten reisen mit riesigen Ziehkoffern und künstlichen Fingernägeln. Dann gibt es die Schönheiten, die Bilder für Instagram machen wollen. Srilankische Kinder singen neben streunenden Hunden und eben wir, die Backpacker. Hier findet jeder seinen Platz. Auch die Händler, die Linsenbällchen und Getränke verkaufen. Und falls der Geldschein zu groß ist, rennen sie kurz weg um zu wechseln und du darfst auf die Waren aufpassen. So viel zu Vertrauen.



eine Schule 

Wir hatten natürlich nur unser vorab gebuchtes 1. Klasse Ticket. Aber dieses Mal war es nur ein Wagon und dieser war wahrscheinlich aus der Zeit, wo die Briten die Bahnstrecke bauten. Die Fenster gingen runter zu lassen und in der Tür war auch genügend Platz. Die Strecke war noch gewaltiger wie die letzte Hochlandfahrt, obwohl wir ca. 800 m tiefer reisten. Die Landschaft wich den Teeplantagen und wir befanden uns mitten im Hochwald mit riesigen Bäumen in denen Weißbartlanguren hangen, die es nur auf Sri Lanka gibt.

Papaya 



Kinder winken immer 
Eigentlich sollte die Fahrt nur 3 Stunden dauern, aber wir waren nach über 4 Stunden erst am Ziel. Ständig hielt der Zug, weil ein Hindernis auf der Strecke war oder Handwerker, teils mit primitiven Werkzeug, an den Brücken schrauben. Ella hat ein ganz anderes Klima. Es ist warm und der Regen hält nur ganz kurz und ist eher ein Nieseln. Der Ort ist ziemlich klein, aber voll auf Touristen ausgelegt. Aber dabei kein bißchen abschreckend.
unser Zimmer 

der Ausblick 

Wir liefen zu unserem Gästehaus und ahnten schon, was wir erwarten können. Aber dieses Art Baumhaus live zu sehen, ist unbeschreiblich. Der Blick von der Terrasse geht direkt in den Dschungel und auf den Ella's Rock. Das Zimmer mit seiner Holzvertäfelung und dem Bett, Richtung der bodentiefen Fenster, ist total romantisch. Schade, dass wir Ella morgen schon wieder verlassen müssen.



Da wir erst 13:30 Uhr ankamen und die Zeit, bis es 18 Uhr dunkel wird, begrenzt ist, machten wir uns sofort wieder auf den Weg. Auf ging es zu den Ravana Falls. Unser Tuk-Tuk Fahrer stellte uns erstmal, per Fotos auf dem Handy, seine gesamte Familie vor. Die Wasserfälle waren gewaltig. Jetzt in der Regenzeit sind sie noch riesiger. Einheimische badeten in den Pools ringsherum. Auf dem Weg zeigten sich grandiose Ausblicke ins Tal und die umliegenden Berge. Affen säumten den Straßenrand.


Ravana Falls 

Als nächstes fuhren wir durch tiefe Schlaglöcher und schlammige Straßen zum Aussichtspunkt der Nine Arches Bridge. Sie wurde 1921 mit dem Eisenbahnbau konstruiert und wenn ein Zug kommt, ist es eines der beliebtesten Fotomotive des Landes. Wenn man näher heran kommen wollte, half es nur eines: über ausgewaschene Steine, rote schlammige Rinnen, bergab Richtung Brücke. Es war schon sehr abenteuerlich der Weg. Aber wie ein Wunder - es kam ein Zug. 

Nine Arches Bridge 

Der letzte Punkt unserer kleinen Rundreise war der Little Adam's Peak. Dieser hang jedoch in dichten Nebelschwaden und so schenkten wir uns den Aufstieg. Dafür verlief unser Wanderweg durch die Teeplantagen zurück in die Stadt. Nach einem köstlichen Curry genossen wir den Abend mit dem Zirpen der Insekten auf der Terrasse.
Avocados 



Ella 



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