Sonntag, 13. Mai 2018

Wale können nicht seekrank werden, aber Menschen...

Hafen Mirissa 

Heute lag wieder eine kurze Nacht hinter uns. Um 6 Uhr wurden wir bereits abgeholt. Wir entschieden uns zur einer Whale Watching Tour, obwohl ich eigentlich hier davon Abstand halten wollte, da der vorgegebene Sicherheitsabstand nicht eingehalten wird und man den Walen hinterher jagt. Aber durch die Empfehlung eines Bloggers haben wir es gewagt.

Der Preis dafür war ein Schnäppchen (sinnbildlich aber eher Schlimmeres, aber dazu später) mit 20€ pro Person. Dazu gab es noch Kaffee, Wasser, Sandwiches und Obst. In Kanada, der USA und Norwegen legt man dafür 50-70€. Am Hafen von Mirissa angekommen, waren wir erfreut, dass nicht viele den Weg hierher fanden und das Schiff nicht ausgelastet war. 

Welches Kabel ziehe ich am besten? 

Iguana 
Dafür hatten wir drei jungen Damen, wahrscheinlich aus den arabischen Ländern, an Bord, die Selfies für Instagram zu ihrer Aufgabe gemacht haben. Noch bevor es los ging wurden alle mitgebrachten Hüte nacheinander aufgesetzt und am Bug für das perfekte Foto gepostet. Die Anzugsordnung mit kurzem Kleid toppte alles. Nur gut, dass sie die ersten waren...(bei was? Der nächste Absatz verrät es) 
Tropane Island 

Weligama 







Der Monsun lässt das Meer unruhig werden und somit ist das Befahren mit diesen Schiffen nur morgens zeitig möglich und das war schon eine Tortur. Schnell erbrachen die Leute um die Wette. Auch wir waren mehr tot wie lebendig und konzentrierten uns darauf nicht in eine rote Tüte spucken zu müssen. Das wichtigste aber: wir haben das größte Säugetier der Welt gesehen - einen Blauwal. Zu unserem Bedauern wurde auch hier der Sicherheitsabstand nicht eingehalten, jedoch mit der Jagd hielt es sich in Grenzen.


Bloß gut der Spuk war nach 2,5 Stunden bereits vorbei, weil Blauwale dauerhaft direkt an der Küste leben und wir nicht so weit fahren mussten. Uns ging es nicht gut. Wir brauchten eine ganze Zeit um uns wieder zu erholen und jeder Tuk-Tuk Fahrer, der uns belagerte zerrte an den Nerven.

man sieht sie kaum, die 🐢 









unserer Hütte am Strand 
Durch einen Spaziergang wird der Kopf wieder frei und das taten wir, bis zur nächsten Bushaltestelle. Unsere erste Fahrt in Sri Lanka mit Bus. Es ist so einfach. Einsteigen, warten bis der Ticketverkäufer kommt, sagen wo man hin will und für 0.02€ 5km mitfahren. Zur Unterhaltung gibt's aus Bassboxen Bollywood Musik. Fantastisch! Wir gingen erstmal zum Weligama Beach in ein Café. Die Übelkeit war weg und der Kaffee-Durst groß. Natürlich musste es auch ein großes Glas Mangosaft geben. Obst gibt's hier im Übermaß und demzufolge kostet ein Fruchtsaft nichts.

Bereits mittags erreichten wir unser Tagesziel Talpe. Wir freuten uns sehr auf unsere Hütte direkt am Meer. Zumal es hier Meeresschildkröten geben soll. Die Anlage ist fantastisch und wir sind wieder die einzigen Gäste. Palmengarten, Hütte und Meer fast für uns alleine. Leider hatten wir den Wind, den der Monsun mit sich bringt, nicht auf dem Schirm. Das Meer ist rau und selbst an Wellenbrechern ist das Baden bei Flut keine große Freude. Die riesigen Schildkröten gab es tatsächlich. Doch leider tauchen sie zu schnell wieder ab zum Fotografieren. Ich war etwas enttäuscht. Hatte extra Schnorchel, Brille und die GoPro mitgebracht. Aber das Wasser ist so trüb und schwer zu bewältigen, dass dies alles keinen Sinn macht.


Da baden zu der Zeit keine Option war, machten wir einen ausgiebigen Strandspaziergang und waren zudem auf der Suche nach etwas zu Essen. Auch eine Sache, die man außerhalb der Saison unterschätzt hat. Viele Hotels und Restaurants haben geschlossen. Wenn man außerhalb eines Stadtkerns wohnt, muss man ziemlich suchen. Aber die Ruhe ist himmlisch, die man dadurch genießt. 

Wir schauen, ob unsere Nacht so ruhig wird. Wir haben nach unserem Wiederkommen eine angenagte Packung Kekse gefunden und kleine schwarze Kügelchen im Regal. Wollen wir mal hoffen, dass es "nur" Mäuse sind. Abends war ein grandioser Sonnenuntergang. Und während andere bei Ebbe nochmal baden waren und durch die Wucht einer Welle mit einer 80kg schweren Meeresschildkröte kollidieren, fotografierte ich dieses tolle Naturschauspiel.


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