Freitag, 18. Mai 2018

Küstenwanderung in ein anderes Sri Lanka...


Heute war mieses Wetter. Es regnete. Wenigstens konnten wir unsere Hütte wieder verlassen, da sich die Wassermassen von gestern verzogen haben. Wir fuhren nur drei Kilometer mit dem Bus nach Bentota. Hier liegt eine drei Kilometer lange und nur max. 200 Meter breite Halbinsel, die links durch den indischen Ozean und rechts durch den Bentota Fluss getrennt ist. Darauf befinden sich nur drei Resorts, die geschlossen haben. Ansonsten ein einsamer riesig breiter Strand und Wald.


unsere Freunde 

Niemand war hier. Es nieselte, daß Meer war rau und wir liefen und liefen bis zu den Klippen am Ende. Begleitet wurden wir von zwei Hunden. Was hier vollkommen normal ist. Hunde gibt es auf Sri Lanka wie Sand am Meer. Und gerne buhlen sie um deine Aufmerksamkeit. So haben wir immer einen Wachhund mit uns laufen oder vor unseren Zimmern sitzen gehabt. Und das Schöne: niemand stört sich daran und verjagt sie.


Bentara River Sanctuary 

Eigentlich sollte an der Nordspitze der Halbinsel eine Fähre ablegen. Wie wir erfuhren, gehörte die wohl aber zum Hotel. Dieses war geschlossen. "Stellt euch ans Ufer und winkt!" Das taten wir und wenige Minuten später war unser Wassertaxi da. Der Einstieg war sehr elegant und wir rutschten erstmal schön auf dem nassen Rand ab und lagen im Boot. Aber immerhin kamen wir wohlbehalten auf der anderen Seite an.
Bentota River 



Wele Pansala Tempel 
Von dort ging es weitere 3 Kilometer zu einem Tempel. Die große sitzende Buddhastatue war sehr schön anzusehen, jedoch nicht der Elefant, der davor stand. Angekettet mit einem möglichen Bewegungsumfang von einem Meter vor und zurück. Am liebsten hätte ich gefragt, warum der hier stehen muss. Aber es war niemand da. Die Frage konnte man sich auch selbst beantworten. Wahrscheinlich Touristen. Dabei sagte uns ein Tuk-Tuk Fahrer, dass dies verboten sei. Zumindest dafür Geld zu verlangen.

Bahnstrecke als Fußweg 

Da es immer mehr regnete entschieden wir uns doch für eine Fahrt mit Tuk-Tuk zu unserer Unterkunft. Jedoch wären wir mit Laufen schneller gekommen. Erst war der Sprit alle und dann sprang die Kiste nicht mehr an. Trotzdem erreichten wir den Ort des Grauens. Ein großes Resort, was bei booking nicht ersichtlich war, mit vielen europäischen Touristen. Unser Zimmer hatte einen Balkon auf die Treppe der oberen Zimmer. Wir benutzten das Bad, packten unsere Rucksäcke, gaben die Schlüsseln ab und waren wieder verschwunden. Bei dem Preis konnte man sich das leisten.


Kande Viharaya Tempel 

Barberyn Leuchtturm 

Wir liefen weiter, abseits der Hauptstraße und landeten in einem anderen Sri Lanka. Männer trugen eine Gebetskappe, Kinder spielten auf zermüllten Plätzen Fußball, überall lag Dreck, Häuser waren eher Hütten. Alles war mächtig runter gekommen. Der Wohlfühlfaktor war verschwunden. Die Blicke der Leute und die Anreden bekräftigen das ganze noch. Ein paar hundert Meter weiter stand die älteste Moschee Sri Lankas. Sofort kam wieder jemand auf uns zu und erzählte etwas über Muslime im Land. Dann kam ein zweiter dazu, der uns noch Geld aus der Tasche ziehen wollte (keine Panik, sinnbildlich).
vollkommen unnötig 

Sie hat auch versucht zu fliehen. 



Fischer hinterlassen den meisten Müll 











Wir sahen zu, dass wir wieder auf die Hauptstraße kommen. Dort wurde es aber nicht besser. Wir wurden wieder die ganze Zeit belagert und die Leute sprechen auch noch Deutsch. Einer, der uns eigentlich eine Tuk-Tuk Fahrt aufdrängen wollte, kam mit zur Bushaltestelle und erzählte etwas über seinen Aufenthalt in Deutschland. Jedes Mal hielt er uns ab in den Bus einzusteigen. Beim dritten sagte er was zu dem Fahrer und da fuhr er wieder los. Ich hatte die Nase voll und sagte ihm, dass er uns im Ruhe lassen soll und wir sind gegangen.
Ketchimale Moschee 

liegt seit dem Tsunami hier

St. Annes Kirche 

Hafen von Beruwala 

Natürlich saßen wir wenig später im Bus nach Kalutara. Von hier aus waren es noch 2,5 km Fußmarsch zu unserem Gästehaus, was wir schnell mit dem Resort WLAN gebucht haben. Ein toller Ort. Total nette Leute, schöner Garten und ein Pool. Das Essen war so köstlich. Nicht wie die Begegnung, die wir dann noch hatten. Eine Deutsche wohnte kurze Zeit hier. Wir wissen nicht welcher Religion sie angehörte, aber durch Recherchen wahrscheinlich Scientology. Ihre Erzählungen über den Heiligen Vater und die Schauermärchen des Buddhismus waren amüsant und gruselig zu gleich. Sie sprach in einer ganz merkwürdigen Art und Weise als ob sie auf Drogen war. Sie war wohl Pastorin hier. Fazit:gruseliger Tag!

Tempel von Kalutara 

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