Samstag, 5. Mai 2018

Mit dem Zug durch den Monsun...


Frühstück direkt auf dem Strand 

Der Morgen begann so, wie der Abend aufgehört hat - paradiesisch. Nach  8,5 Stunden Schlaf, den wir nach den letzten 37 Stunden ohne richtig ein Auge zu zumachen auch dringend brauchten und einem Spaziergang am Meer, konnte der Tag beginnen. Kaum waren wir zurück, war ein Tisch am Strand gedeckt und wir sollten frühstücken kommen. Crêpes mit Bananen-Kokos Füllung und allerhand Früchte wie Mangos, Melone, Papaya, Ananas, Passionsfrucht usw. standen auf dem Tisch.
Ragama 

Bahnhof Ragama 



Wie wir während des Essens merkten, folgten noch so einige andere Dinge, wie Avocado, Omelette mit Zwiebeln und Chilli, Brot und vieles mehr. Nach dem wir uns die Bäuche vollgeschlagen hatten, packten wir zusammen und verließen Negombo 9:30 Uhr mit unserem Fahrer zum nächstgelegenen Bahnhof. Man soll meinen 30km sind kein Problem. Aber wie hörten wir heute? "Verkehrsregeln gibt es keine!" Ständig schießen Tuk-Tuks kreuz und quer über die verstopften Straßen und Fußgänger passieren. Nach über einer Stunde sind wir gerade noch rechtzeitig am Bahnhof von Ragama angekommen.

Bahnhof irgendwo im Nirgendwo 



Erstaunlicherweise war der Zug nur um 5 min verspätet, was für Sri Lanka ziemlich ungewöhnlich ist. Zugfahren ist hier gar nicht so einfach. Oder vielmehr das Kaufen des richtigen Tickets. Bei 3 Klassen sollte man meinen, dass alles einfach funktionieren sollte. Wer in der 1. Klasse fährt, erlebt nicht dieses Feeling des Zugfahrens mit Klimaanlage und geschlossenen Fenstern bzw. Türen. In der dritten Klasse fahren die meisten Einheimischen. Zur zweiten Klasse unterscheiden sich nur die Sitzplätze, die einem alten Bussitz ähneln und eben keine blanken Holzbänke sind. Aber Sitzen ist auch hier nicht möglich, weil diese Abteile voll sind.
aufregend! 



für Verpflegung war Dank der Händler gesorgt 










So entschieden wir uns für 
ein 2. Klasse Ticket (für lächerliche 89 Cent, 3 Stunden Fahrt). Aber wie zu erwarten war, auch kein Sitzplatz. Das Problem klärte sich nach 30 min als eine Tür frei wurde. Diese stehen nämlich offen und man kann sich Beine baumelnd raus setzen. Es ist schon ziemlich abenteuerlich, wenn man bedenkt, dass die Züge auch 70 km/h fahren können. Was für ein Erlebnis den Dschungel und die Berge an uns vorbei ziehen zu sehen. Nur noch wenige Momente lassen einem eine Träne vergehen, wenn man schon so viel gesehen hat. Dies war einer von denen. 
buddhistischer Tempel am Wegesrand 



Blick ins Tal 

Nach 3 Stunden kamen wir in Kandy, der alten Königstadt, an. Hier kam der Verkehr wieder zum Erliegen und überall war ein buntes Treiben auf den Straßen. Wir deckten uns erstmal mit Java-Äpfeln und Mangos ein, bevor wir den Monsum auf unserem Balkon, mitten in der Stadt, zusahen. Leider hörte der Platzregen auch bis spät abends nicht mehr auf, so dass wir uns nach dem Essen wieder auf unseren Balkon verzogen.


Die Hochlandbahn

Markt in Kandy 

Nochmal kurz etwas zu den Einwohner hier. Es vergeht keine Minute in der man nicht angesprochen wird. Am meisten von Tuk-Tuk Fahrern, die auch manchmal nicht verstehen wollen, dass man laufen will. Aber da sind auch die vielen älteren Herren, die daran interessiert sind, wo du her kommst. Die Menschen sind so hilfsbereit hier. Selbst im Zug bot man uns einen Platz an und wollte aufstehen. Jetzt am Abend nahm man uns sogar unter den Regenschirm und bestand darauf, uns den Liquid Store zu zeigen, weil wir Bier wollten und das kann man hier nicht normal im Laden kaufen.
Moschee 

unser Balkon 

der Ausblick in die Ferne 

Straßenleben Kandy 


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