Montag, 7. Mai 2018

Raintrops keep falling on my head...

Affen auf dem Balkon 

Irgendetwas rumpelte heute gegen 6 Uhr auf unserem Dach. Beim Betreten des Balkons blieb einem fast das Herz stehen. Da sitzen und klettern ca. 10 Affen draußen herum und gucken uns mit großen Augen an. Wir hatten wahrscheinlich mehr Angst wie sie. Einer war so neugierig, dass er wissen wollte wie sich Menschen anfühlen. Dann zog die Bande weiter durch die Stadt und trieb ihr Unwesen.





Für uns war es Zeit zum Bahnhof zu gehen. Die Hochlandbahn, die schönste Strecke des Landes und eine der beeindruckendsten der Welt, soll in Urlaubszeiten monatelang vorher ausverkauft sein. Wir waren froh ein Ticket zu bekommen. Leider nur in der ersten Klasse. Und da wir auf halber Strecke aussteigen werden, wurde die restliche Strecke, die wir ein paar Tage später nehmen, auch noch mal für das gleiche Geld abkassiert. So bezahlten wir 4000 Rs (20€) anstatt 290 Rs (1,40€) in der 2. Klasse, was für 2 Personen und 8 h Fahrzeiten immer noch günstig ist. Später verstanden wir den Grund dafür 1. Klasse Tickets zu verkaufen. 





Zig Touristen saßen am Bahnsteig und warteten auf den Zug. Ich war begeistert und noch glücklicher als der Zug anrollte und alles 1. Klasse Wagons ohne zu öffnende Fenster mit Ziehkoffertouristen und dreckigen Scheiben (wegen dem Fotografieren) vor uns lagen. Nun verstanden wir. Willst du ein Ticket im Voraus und mit Sitzplatzreservierung gibt's nur erste Klasse. Ein anderes bekommst du bestimmt immer, stehst vielleicht aber wie die Sardinen und das 4 Stunden. Und dies war wahrscheinlich ein Sonderzug, der aber auch nicht voll war.




Nuwaraeliya 
Um uns herum schlief man, las oder spielte man am Handy. Wenige interessierten sich für die spektakuläre Landschaft. Die Zugtüren sollten geschlossen gehalten werden. Aber warum? 60 min saßen wir noch auf unseren Plätzen und dann.... In der Zugtür. Die Fahrt war von der Landschaft her noch toller wie unsere letzte Zugfahrt. Tiefe Täler und Teeplantagen. Aber das Feeling fehlte. Nur hellhäutige Füße hingen aus den Wagons, keiner lächelte breit übers Gesicht und keine kreischte, wenn wir durch einen Tunnel fuhren.

Feiertagsfest 

Post Office 

Victoria Park 
Im Naya Ora angekommen, gings in ein Tuk-Tuk und weiter die 10 km nach Nuwaraeliya. Hier war die Hölle los - ein Nationalfeiertag und 1000 Menschen in den Straßen. Neben ihnen grasten Pferde, die einfach am Straßenrand standen. Nuwaraeliya wird auch "Little England" genannt, weil es von Briten gegründet wurde. Dies findet sich in den vielen Bauwerken, der Pferderennbahn und dem Victoria Park wieder.



Nachdem wir unsere Rucksäcke im Gästehaus, abseits der Stadt und mitten in den Hügeln, abgeworfen haben, ging es los - zu Fuß ins Getümmel. Auch wenn es illegal ist auf der Straße Alkohol zu trinken, waren die 90% Männer, die hier feierten, teilweise ganz schön hinüber. Nach ein paar Minuten kam, was kommen musste: Regen - 12 l binnen kürzester Zeit, kein Problem hier. Wir hatten aber vorgesorgt und verursachten mit unseren tütenähnlichen Capes ein Lachen der Einheimischen.



Der Besuch des Victoria Parks war gerade noch so möglich, bis auch unsere Regenstrategie den Wassermassen nicht mehr standhielt. Essen im Trockenen ist die beste Lösung. Nach einem kleinen Spaziergang zum Gregory Lake war es Zeit dem Regen zu entfliehen. Mehr Möglichkeiten blieben uns nicht mehr. Das Zeitfenster für Aktivitäten ist hier begrenzt.

Weg zu unserem Gästehaus 


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